Alles begann im März 2020. Damals arbeitete ich in einer Großstadt. Der Chef rief uns zusammen und teilte uns mit, dass ab sofort alle Tätigkeiten ins Homeoffice verlagert werden.

Also Laptop eingepackt und ab ins Homeoffice. Das sollte bis zum Ende der Pandemie so bleiben. Durch den Lockdown nutzte ich die Zeit vermehrt für Spaziergänge in und um mein Heimatdorf. Dabei fand ich immer wieder leere Flaschen und Gläser, die mich nachdenklich machten. Zum einen verrottet Glas im Wald nicht und zum anderen sind Glasscherben eine mögliche Brandursache.

Außerdem erinnerte ich mich an meine Jugend. Früher konnte man leere Flaschen und Gläser an Sammelstellen abgeben und bekam dafür Geld. Das nahm ich als Herausforderung. Ich begann mit der Suche nach künstlerischen Möglichkeiten der Verwendung von Bruchglas, um zu zeigen, dass zerbrochenes Glas mehr als nur Abfall ist.

Im Internet fand ich viele Videos, wie man alte Flaschen und Gläser kreativ gestalten kann. Schließlich entschied ich mich für zwei Möglichkeiten der Gestaltung von Glas.

Die erste Variante ist die Verwendung von abgeschliffenem Glas. An der Küste wird dieses Glas als Seeglas bezeichnet. Seeglas, mitten im Erzgebirge! Ist das nicht ein Widerspruch? Hier kam mir die Geschichte des Erzgebirges zu Hilfe. Im Mittelalter war der Holzreichtum des Gebirges die Grundlage für eine blühende Glasindustrie. Mit etwas Glück findet man heute noch Glasschlacke und Glasscherben.

Die zweite Variante ist die Verwendung von geschmolzenem Glas. Hier wird das Glas in einem kleinen Ofen geschmolzen. Durch einen glücklichen Zufall kam ich in den Besitz eines Miniofens. Mit dieser Ofen war ich in der Lage Glas zu schmelzen und kleine Kunstwerke herzustellen.

Seitdem stelle ich kleine Kunstwerke aus Glasscherben her. Kleine Dinge, die Harmonie in den hektischen Alltag bringen. Unikate in Form, Farbe und Klang, die einzigartig sind. Geeignet für Ihr Küchenfenster, Balkon, Garten oder als Aufmerksamkeit für liebe Freunde.

Windspiel ‚Stadtindianer‘
Schmuckstück ‚Fürstenblau‘